Unsere Botschaft zu Pfingsten 2021

 

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Interessierte, 

 

 

Heute ist der fünfzigste Tag nach Ostern, daher der Name Pfingsten. Für unsere christlichen Freunde ist es das Wunder des Heiligen Geistes, durch das Gott sich den Menschen gezeigt hat bei Gründung der Kirche. 

 

Für mich als Buddhist ist diese Geschichte in erster Linie ein Zeichen der Verständigung, das Wunder der Einheit in der Vielfalt. 

 

Als sie alle beisammen in Jerusalem waren, einer Stadt, die schon immer von Menschen unterschiedlicher Staaten gemeinsam bewohnt wurde, fingen sie an, in verschiedenen Sprachen über die Wunder Gottes zu sprechen, so heißt es in der Apostelgeschichte.

Was für ein schönes Bild für die Gemeinschaft unter Menschen unterschiedlicher Herkunft. Ein Wunder, dass wir auch heute brauchen. 

 

Die Menschheit ist auf diesem Planeten nur die eine Menschheit und teilt die Gaben dieses wunderbaren Planeten Erde gemeinsam. Dennoch gibt es ein starkes Gefälle zwischen den 20% der Menschen in Industrienationen, die 80% der Güter verwalten und den 80% der übrigen, die nur 20% vom Kuchen abbekommen. 

 

Besonders jetzt, wo uns weltweit die Ausbreitung des Coronavirus alle gemeinsam betrifft, werden die Unterschiede in der Versorgung nicht nur der Lebensmittel sondern eben auch der technischen Ausstattung im Gesundheitswesen und der Verfügbarkeit von Vaccine spürbar deutlich. Derzeit hat es besonders Indien betroffen. Ein Land, in dem sehr viele Impfstoffe günstig für westliche Länder hergestellt werden, die jedoch paradoxerweise in Indien selbst zu wenig zur Verfügung stehen.

 

Von unseren Partnern in Indien hören wir, dass viele Menschen in unseren Projekten derzeit wie die Fliegen sterben, weil keine medizinische Versorgung möglich ist. Wir gehören alle zusammen und es macht mich froh, dass die reicheren Länder derzeit technische Geräte und Sauerstoff zur Covid Behandlung dorthin senden. Wir selbst sind als Hilfsorganisation noch zu klein, um im größeren Rahmen helfen zu können. Was wir jedoch können, ist die notwendige Lebensmittelversorgung aufrecht zu erhalten, um die zu versorgen, die jetzt zu den ärmsten der Armen gehören. 

 

Deshalb folgen wir einem Aufruf unserer Partnerorganisation in Indien, der Bodhicitta Foundation mit Ayya Yeshe, die uns bat eine Soforthilfe bereitzustellen, um den betreuten Dalit Mädchen in Nagpur zu helfen. Bitte helfen Sie mit! Großzügigkeit fängt da an, wo wir etwas teilen, dass wir selbst zu brauchen meinen. Jede kleine und größere Spende hilft und wird von uns ohne Abzug weitergeleitet. Bitte nutzen Sie unseren Spendenbutton, um heute an Pfingsten mit der Sprache des Mitgefühls zu sprechen, durch tatkräftige Hilfe, durch Geben. 

 

Möge das Wunder der Völkerverständigung und die Freude von Pfingsten wie Feuer des Segens auf uns alle übergreifen. 

 

Wir wünschen Ihnen ein gesegnetes Pfingstfest. Machen Sie es gut!

 

Raimund Hopf, Mitglied des Vorstands