Mai 2026
Nach den schweren Überschwemmungen und den Auswirkungen des Zyklons Dithwa in Sri Lanka konnte dank Ihrer großzügigen Unterstützung ein umfassendes Hilfs- und Wiederaufbauprogramm umgesetzt werden. Gemeinsam mit unserem lokalen Partner Child Action Lanka (CAL) haben wir nicht nur akute Nothilfe geleistet, sondern Familien dabei unterstützt, wieder Sicherheit, Stabilität und neue Perspektiven für ihre Zukunft zu gewinnen.
Im Folgenden möchten wir Ihnen zeigen, was durch Ihre Spenden konkret möglich wurde.
Wiederaufbau der Häuser
Für viele Familien war der Verlust ihres Zuhauses die schwerwiegendste Folge der Katastrophe. Mit dem Haus gingen nicht nur Wände und Dächer verloren, sondern auch Schutz, Privatsphäre, Würde und ein Stück Normalität.
Dank Ihrer Unterstützung konnten drei besonders bedürftige Familien beim Bau neuer, dauerhaft stabiler Häuser begleitet werden. Zwei Häuser entstanden im Distrikt Nuwara Eliya, ein weiteres im Distrikt Kandy. Bei allen Bauvorhaben wurde besonderer Wert auf Sicherheit, Langlebigkeit und ausreichend Wohnraum gelegt, damit die Familien langfristig von den Maßnahmen profitieren können.
Der Wiederaufbau stärkte zugleich den sozialen Zusammenhalt vor Ort. Nachbarn, Angehörige und lokale Helferinnen und Helfer unterstützten die Familien und trugen dazu bei, ein Gefühl von Gemeinschaft und gegenseitiger Solidarität zu fördern.
Für die betroffenen Familien bedeutete das neue Zuhause weit mehr als nur ein Dach über dem Kopf. Es schenkte ihnen Sicherheit, Würde und einen geschützten Rahmen für ihren Neuanfang. Kinder konnten wieder in einer sicheren Umgebung leben, lernen und aufwachsen, während ihre Eltern neue Zuversicht gewannen, ihr Leben Schritt für Schritt wieder aufzubauen.
Wiederherstellung von Lebensgrundlagen
Neben Wohnraum gingen durch die Katastrophe auch zahlreiche Einkommensquellen verloren. Kleine Betriebe, Werkzeuge, Maschinen und Warenbestände wurden beschädigt oder vollständig zerstört. Für viele Familien bedeutete dies den Verlust ihrer wirtschaftlichen Existenzgrundlage.
Eine Familie, deren Einkommen von Schneiderei und Bekleidungsproduktion abhing, verlor ihre Nähmaschinen und wichtige Arbeitsmaterialien. Durch die Unterstützung konnten die Maschinen repariert und neue Stoffe sowie weitere Materialien beschafft werden. So war es möglich, die Arbeit wieder aufzunehmen und das Familieneinkommen zu sichern.
Eine weitere Familie betrieb einen kleinen Lebensmittelladen, der nach den Überschwemmungen aufgrund zerstörter Warenbestände und beschädigter Ausstattung nicht mehr weitergeführt werden konnte. Mit gezielter Unterstützung gelang es, das Geschäft wieder aufzubauen und schrittweise in Betrieb zu nehmen. Dadurch erhielt die Familie ihre wichtigste Einkommensquelle zurück.
Darüber hinaus wurde eine besonders schutzbedürftige Familie unterstützt, die ein Kind mit besonderen medizinischen und entwicklungsbezogenen Bedürfnissen betreut. Die Hilfe trug dazu bei, die unmittelbare Notlage zu lindern und die Lebenssituation der gesamten Familie nachhaltig zu verbessern.
Hilfe für Säuglinge und Kleinkinder
Säuglinge und Kleinkinder gehörten zu den besonders gefährdeten Betroffenen der Katastrophe. Viele Familien lebten vorübergehend in Notunterkünften und hatten Schwierigkeiten, eine angemessene Versorgung sowie hygienische Bedingungen aufrechtzuerhalten.
Deshalb wurden Babywindeln, Pflegeprodukte und weitere wichtige Hilfsgüter an betroffene Familien verteilt. Diese Unterstützung erleichterte den Alltag vieler Eltern erheblich und trug gleichzeitig dazu bei, Gesundheitsrisiken zu reduzieren. Gerade in einer Zeit großer Unsicherheit war es wichtig, den jüngsten Kindern Schutz, Fürsorge und Geborgenheit zu ermöglichen.
Ein besonders bewegendes Beispiel ist die Familie aus Muruthalawa. Nach dem Tod ihres Mannes musste die Mutter allein für drei Kinder sorgen. Kurz nach dem Zyklon erlitt sie zusätzlich einen schweren Beinbruch, als sie auf einer beschädigten Straße stürzte. Die Familie stand dadurch nicht nur vor finanziellen Herausforderungen, sondern auch unter erheblichem emotionalem Druck.
Besonders betroffen war das jüngste Kind, das aufgrund eines Hydrozephalus in einem sicheren, umgitterten Bett schlafen muss, um gefährliche Stürze zu vermeiden. Da sich die Familie ein solches Bett nicht leisten konnte und das Kind bereits mehrfach aus seiner Schlafgelegenheit gefallen war, wurde mit Unterstützung von MiA ein Schutzbett angeschafft. Für das Kind bedeutete dies deutlich mehr Sicherheit, für die Mutter eine große Entlastung.
Bildungshilfe für Kinder
Auch die Bildung vieler Kinder wurde durch die Katastrophe beeinträchtigt. Schulmaterialien, Uniformen und Schuhe gingen verloren, und zahlreiche Familien konnten die notwendigen Anschaffungen nicht aus eigener Kraft ersetzen.
Deshalb wurden Schulschuh-Gutscheine für Kinder aus bedürftigen Familien in der Region Doluwa bereitgestellt. So konnten Schülerinnen und Schüler, die ihre Schuhe durch Überschwemmungen und Vertreibung verloren hatten, rechtzeitig zum neuen Schulhalbjahr wieder am Unterricht teilnehmen.
Diese Unterstützung war weit mehr als eine praktische Hilfe. Sie ermöglichte den Kindern, mit Würde und Selbstvertrauen in den Schulalltag zurückzukehren und nach belastenden Erfahrungen wieder ein Stück Normalität zu erleben. Gleichzeitig wurde verhindert, dass ihre Bildung durch die Folgen der Katastrophe unterbrochen wurde.
Vor-Ort-Besuch
Am 20. Februar 2026 besuchte unser Vereinsmitglied Marie gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern von Child Action Lanka die geförderten Projekte vor Ort. Der Besuch bot die Gelegenheit, die Fortschritte unmittelbar zu begutachten und einen Einblick zu erhalten.
Gleichzeitig war ihre Anwesenheit ein wichtiges Zeichen der Verbundenheit und Solidarität. Der Besuch verdeutlichte die enge Partnerschaft zwischen MiA und Child Action Lanka sowie das gemeinsame Engagement, Familien auf ihrem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben zu begleiten.
Wirkung für die Familien
Die Unterstützung wirkte weit über die unmittelbare materielle Hilfe hinaus. Familien erhielten nicht nur Häuser, Hilfsgüter oder finanzielle Unterstützung, sondern auch die Möglichkeit, wieder Vertrauen in die Zukunft zu gewinnen.
Hinter jeder Maßnahme stehen Menschen, die nach Monaten der Unsicherheit neue Hoffnung schöpfen konnten: Kinder, die wieder sicher schlafen und lernen können, Eltern, die ihr Einkommen zurückgewonnen haben, und Familien, die Schritt für Schritt zu Stabilität und Normalität zurückfinden.
Dank von CAL
„Die erfolgreiche Umsetzung dieser Maßnahmen wäre ohne die großzügige Unterstützung von Einzelpersonen, Organisationen und Spendern nicht möglich gewesen. Ihr Mitgefühl, ihr Vertrauen, ihre Solidarität und ihr Engagement ermöglichten es, schnell und effektiv zu reagieren.
CAL möchte besonders „Mitgefühl in Aktion“ aus Deutschland hervorheben, die in einer für die betroffenen Gemeinden entscheidenden Phase zum Hauptspender für die Wiederaufbau- und Rehabilitationsphase dieser Initiative wurden. Die zeitnahe und großzügige Unterstützung durch MiA ermöglichte es, mehrere lebensverändernde Maßnahmen umzusetzen.
Über die finanzielle Hilfe hinaus brachten die Partnerschaft und die Solidarität von MiA Hoffnung, Würde, Ermutigung und neue Stabilität für Familien, die nach der Katastrophe darum kämpften, ihr Leben wieder aufzubauen. Die durch MiA und seine mitfühlenden Unterstützer mobilisierte Hilfe hatte eine bedeutende und nachhaltige Wirkung auf das Leben vieler schutzbedürftiger Kinder und Familien in den betroffenen Gemeinden. Vor allem aber spiegelten die Großzügigkeit und das Engagement aller Spender und Unterstützer die Kraft des Mitgefühls, der Menschlichkeit und des gemeinsamen Handelns wider, um den Gemeinden zu helfen, sich zu erholen, wieder aufzubauen und mit Hoffnung für die Zukunft voranzuschreiten.“
Januar 2026
Innerhalb von nicht einmal einem Monat ist im Rahmen unserer Spendenaktion „Fluthilfe Sri Lanka“ eine Summe zusammengekommen, die uns sprachlos macht. Dank Ihrer großen Hilfsbereitschaft konnten wir insgesamt 15.000 Euro an unseren Projektpartner Child Action Lanka (CAL) überweisen.
Allein 10.000 Euro davon stammen aus der Fluthilfe-Spendenaktion im Dezember 2025 - ein starkes Zeichen dafür, was möglich ist, wenn Menschen zusammenstehen. Wenn es darauf ankommt, sind viele bereit, sich einzusetzen. Das ist Mitgefühl in Aktion!
Was bewirkt Ihre Spende konkret?
Nach dem verheerenden Zyklon und den Überschwemmungen in Sri Lanka stehen nun nicht mehr die ersten Nothilfemaßnahmen im Vordergrund, sondern der nächste entscheidende Schritt: der Wiederaufbau und die Rückkehr in ein sicheres Zuhause.
Mit den Spenden werden Familien unterstützt, die besonders stark betroffen sind, darunter viele, die von CAL bereits seit Jahren begleitet werden, etwa Kinder aus benachteiligten Familien, Kinder mit Behinderungen, sowie ältere oder alleinerziehende Bezugspersonen. Viele von ihnen haben ihre Häuser teilweise oder vollständig verloren und halten sich noch immer in Notunterkünften auf.
Die Mittel fließen in CALs Early-Recovery-Programm, das unter anderem Folgendes ermöglicht:
- Reparatur beschädigter Häuser (z. B. Dächer, Wände, Böden)
- Einfache Wiederaufbaumaßnahmen oder temporäre Schutzunterkünfte
- Ersatz dringend benötigter Haushaltsgegenstände wie Matten, Bettzeug oder Kochutensilien
- Schulmaterialien für Kinder, damit sie so schnell wie möglich wieder am Alltag teilhaben können
- gezielte Unterstützung besonders vulnerabler Haushalte
CAL führt vor Ort sorgfältige Bedarfsanalysen durch, damit die Hilfe genau dort ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Die Unterstützung erfolgt fair, transparent und orientiert sich am tatsächlichen Schaden und an der individuellen Lebenssituation der Familien.
Danke, dass Sie Hoffnung schenken
Ihre Spenden bedeuten weit mehr als Geld. Sie bedeuten Sicherheit, Würde und Perspektive für Menschen, die von einem Moment auf den anderen alles verloren haben.
Dass in so kurzer Zeit eine solche Summe zusammengekommen ist, zeigt: Mitgefühl ist keine leere Floskel – es wird auch aktiv gelebt!
Von Herzen Danke, dass Sie diesen Wiederaufbau möglich machen.
Dezember 2025
In Sri Lanka spielt sich derzeit eine humanitäre Katastrophe ab. Der Zyklon Ditwah, der am 26. November über das Land hinwegzog, hat die folgenreichste Überschwemmungskatastrophe seit 20 Jahren ausgelöst. Tagelanger Starkregen führte zu massiven Überflutungen und Erdrutschen, die Häuser, Straßen sowie ganze Lebensgrundlagen zerstörten. Neben mehreren hundert Toten und Vermissten sind über eine Million Menschen direkt betroffen.
Die sri-lankische Regierung hat den Notstand ausgerufen. Staatliche Strukturen stoßen angesichts des Ausmaßes der Zerstörung an ihre Grenzen – vielerorts lassen sich Hilfsmaßnahmen nur schwer koordinieren.
Für das Land, das nach Jahren von Krieg, Naturkatastrophen und wirtschaftlicher Not gerade erst wieder etwas Stabilität gefunden hatte, ist dieser erneute Schlag verheerend:
Die Schäden an Wohnraum, Infrastruktur und Versorgungsdiensten führen zu weitreichenden Vertreibungen, Gesundheitsrisiken, Mangelernährung und enormem psychischem Stress.
Viele Dörfer sind weiterhin nur schwer erreichbar – beschädigte Straßen und Brücken, instabile Kommunikationsnetze und Erdrutsche erschweren jede Hilfe. Auch mehrere Zentren unserer Partnerorganisation Child Action Lanka (CAL) liegen in den betroffenen Gebieten, wie etwa das Kandy Child Development Centre und das Gampola Special Needs Centre.
Quellen zur Lage in Sri Lanka:
DE
https://www.tagesschau.de/ausland/asien/zyklon-sri-lanka-102.html
https://www.unicef.ch/de/aktuell/news/2025-12-02/ueber-275-000-kinder-nach-zyklon-betroffen
https://www.dw.com/de/sri-lanka-zyklon-tragödie-legt-regierungsversagen-offen/a-74995457
ENG
https://www.who.int/southeastasia/news/detail/02-12-2025-sri-lanka-ditwah25
Mit unserem Partner vor Ort aktiv im Einsatz
Besonders hart trifft es auch die Familien, mit denen unser Partner CAL seit Jahren arbeitet – darunter alleinerziehende Mütter, Familien mit Kindern mit Behinderungen und Straßenkinder. Viele von ihnen lebten bereits in prekären Verhältnissen, in kleinen Hütten aus Holz und Blech, die kaum Schutz bieten. Zahlreiche dieser einfachen Behausungen wurden vollständig zerstört. Viele der Kinder und ihre Familien stehen nun ohne Dach über dem Kopf da und halten sich derzeit in staatlichen Notunterkünften auf.
In den von MiA geförderten Zentren kann der normale Betrieb aktuell nicht aufrechterhalten werden. Die Einrichtungen wurden umfunktioniert und Mitarbeitende leisten nun direkte Nothilfe:
Versorgung mit sauberem Trinkwasser, Verteilung von Lebensmittelpaketen und gekochten Mahlzeiten, Hygiene- und Sanitärartikel, Unterstützung staatlicher Notunterkünfte in Tempeln, Schulen und Gemeindehäusern, Erste-Hilfe-Leistungen in den Camps. Viele Mitarbeitende waren selbst vom Zyklon betroffen – und haben dennoch unermüdlich Hilfe organisiert.
Doch der dringendste Bedarf steht erst noch bevor: Damit Familien wieder ein sicheres Zuhause haben, müssen Dächer und Wände ersetzt und zerstörte Hütten neu aufgebaut werden.
Unser Partner arbeitet bereits seit 20 Jahren eng mit den lokalen Gemeinschaften zusammen und betreibt Zentren in den betroffenen Gebieten. Durch diese langjährige Erfahrung kennen die Teams die Familien persönlich und können dadurch schnell, gezielt und nachhaltig helfen. Auch über die akute Phase hinaus werden sie durch MiAs Hilfe vor Ort aktiv bleiben können und die Menschen beim Wiederaufbau ihrer Häuser und ihres Alltags unterstützen – auch dann, wenn internationale Aufmerksamkeit und große Hilfseinsätze nachlassen.
